Bereits zum dritten Mal veranstaltete Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den Künstlern Jaro und Janek Seemann sowie in Kooperation mit der Brücke ein gesellschaftspolitisch relevantes Kunstcamp in Weißenfels.
Vom 30. Juni bis 11. Juli 2025 wurde das Camp auf dem alten Brückenmühl-Areal aufgebaut – einem von Jugendlichen stark frequentierten Ort. Ziel war es, diesen Raum kreativ zu gestalten, sich mit ihm zu identifizieren und ihn mit neuen Ideen lebendig werden zu lassen.


Im Mittelpunkt stand der gemeinsame Bau von fünf Sitzbänken, die mit individuellen Mosaiken gestaltet wurden. Die Jugendlichen setzten sich dabei mit Fragen auseinander wie:
– Wer darf eine Bank nutzen?
– Wer entscheidet über Gestaltung und Nutzung?
– Wer übernimmt Verantwortung für öffentliche Räume?
Neben dem kreativen Arbeiten waren Teamarbeit, gegenseitiges Lernen und die Auseinandersetzung mit demokratischen Entscheidungsprozessen zentrale Bestandteile des Camps. Unterschiedliche Lebensrealitäten der Teilnehmenden bereicherten das Projekt – und stärkten den Gedanken von Teilhabe und Mitgestaltung.
Ein Teilnehmer beschreibt den Ablauf so: „Diese Woche haben wir einen Plan gemacht, wie wir die Bänke bauen. Dann haben wir sie zusammengesetzt und mit Mosaiken gestaltet. Jede Gruppe hatte eine Bank und ein eigenes Motiv. Nach dem Kleben haben wir die Lücken mit Mörtel gefüllt, damit im Winter nichts kaputtgeht. Es war harte Arbeit, aber wir hatten auch viel Spaß beim gemeinsamen Spielen.“


Das Camp richtete sich an junge Menschen zwischen 10 und 26 Jahren – mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Bedürfnissen. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Weißenfels, insbesondere dem Amt für Sozialraumentwicklung, das die Nutzung des denkmalgeschützten Ortes ermöglichte und vor Ort Infrastruktur bereitstellte. Auch das Örtliche Teilhabemanagement unterstützte das Camp – u. a. mit sanitärer Ausstattung.
Gefördert wurde die Bildungsmaßnahme durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.