Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Auszubildenden des Berufsbildungswerks Stendal ein besonderes Erinnerungsprojekt umsetzen konnten. Im Rahmen der Matinee „Erinnern, verstehen, Verantwortung übernehmen“ im Foyer des Johanniter-Krankenhauses Stendal haben die Jugendlichen ihre Arbeit vorgestellt: Sie haben Biografien von NS-Opfern recherchiert, historische Orte besucht und ihre Eindrücke in einem eigenen Podcast dokumentiert.
Besonders berührend war die Beschäftigung mit den Stolpersteinen, die in Stendal an das Schicksal von Sally Blumenthal sowie Adolf und Hedwig Salomon erinnern. Die Jugendlichen haben nicht nur deren Geschichten nachvollzogen, sondern auch reflektiert, wie viel ein kleines Messingstück im Gehweg über das Leben eines Menschen erzählen kann – und welche Verantwortung wir alle tragen, gegen Gleichgültigkeit und Hass aufzustehen.
Die Präsentation im Krankenhausfoyer bot den Auszubildenden die Gelegenheit, ihre Erkenntnisse zu teilen und mit Besuchenden ins Gespräch zu kommen. Die intensive Auseinandersetzung vor Ort, etwa in Bad Sulza und Buchenwald, hat das Projekt lebendig werden lassen. Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Podcast, der die Eindrücke und Fragen der Jugendlichen für alle hörbar macht.
Wir danken den jungen Menschen für ihr Engagement sowie unseren Partnern aus der politischen Bildung und der Geschichtswerkstatt für die Unterstützung. Das Projekt zeigt: Erinnerung ist konkret, lebendig und vor allem eine Aufgabe für uns alle – gestern, heute und in der Zukunft.